Homöopathie, oder der Wahnsinn in Zeiten der Moderne

Ein Gastbeitrag von Psiram

https://blog.psiram.com/2016/03/homoeopathie-oder-der-wahnsinn-in-zeiten-der-moderne/

„Offener Brief: Kampf der Ideologen gegen die Homöopathie“

So titelt ein äh offener Brief, den man besser nicht geöffnet hätte:

Verfasser sind Monika Gerhardus, 1. Vorsitzende UDH Hessen und Dr. rer. nat. Klaus Zöltzer 2. Vorsitzender UDH Hessen (UDH = Union Deutscher Heilpraktiker)

Weil das ja ein offener Brief ist, darf man das wohl sagen. Auch, dass ein Vor- oder Zweitsitz nichts an der Realität ändert, außer vielleicht an der Stuhlhöhe.

“Wer offen für alles ist, kann nicht ganz dicht sein” – ein Spruch, der etwas abgegriffen ist; aber ernsthaft: was könnte es besser treffen? Homöopathen vertreten eine Sichtweise der Welt, wie sie vor 200 Jahren noch als mittelinteressante Hypothese hätte durchgehen können. Doch selbst da gab es schon den ersten doppelblinden Versuch, der auch heutigen Standards entspricht: den Nürnberger Kochsalzversuch. Auch damals war es nicht zwingend, leicht gaga zu sein. Inzwischen haben wir Thermometer, mit denen wir die Körpertemperatur messen können (Hahnemann kannte das nicht), wir wissen, was Bakterien sind, wie Viren funktionieren, können gar Gensequenzen entschlüsseln, kennen extrem komplexe Zusammenhänge in der Zellstruktur, können einzelne Moleküle identifizieren, und wir wissen oft, was das eine mit dem anderen macht und noch viel, viel mehr. All das ficht Homöopathen nicht an, selbst wenn sie eine wissenschaftliche Ausbildung hatten. Es tropft alles ab am Teflon der Überzeugung, eine tiefere Erkenntnis geistartiger Art zu haben, obwohl selbst Hahnemann nur von Symptombehandlung sprach; eine tiefere Erkenntnis gar ausschloss. Wer sich für diesen Kindergarten des Denkens interessiert: Ist nicht verboten. Aber behauptet bitte nicht, dass das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hätte.

Aber so sind sie, unsere heutigen Überzeugungsglaubulisierer: Sie unterstellen denen, die nach schlichten Belegen fragen, Irrationalität, während sie selbst glauben, ein Stoff wirke umso mehr, je weniger davon da ist. Aber nur, wenn man ihn passend auf einen ledernen Buchrücken schlägt. Oder die Kundschaft nach dem Tapetenmuster ihres Kinderzimmers in ihrer Babyphase fragt, um dann eine Sepsis zu übersehen. Ganzheitlich halt.

Man kann blutweinende Madonnen anbeten, sich nackt selbstpeitschend zu einer Wüstendurchquerung aufmachen. Alles kein Problem. Aber bitte, liebe Homöopathen, behauptet doch nicht, dass das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hätte.

Wie viel Schwarzes Bilsenkraut  in D1-Potenzierung muss man eingeworfen haben, um das zu behaupten? Muss man wirklich die zweihundert Jahre der erfolglosen Studien immer noch ignorieren, die noch nie einen Wirksamkeitsnachweis erbrachten, und dann irgendwelche verzweifelten „Quantenhypothesen“ herbeifabulieren, die nicht einmal entfernt ein mathematisches Modell liefern? Seid ihr wirklich so unfähig zu begreifen, was ein Bias ist: die allzu menschliche Eigenschaft, sich selbst zu bescheißen?

Meine Güte, der Postmodernismus floriert, macht Wanderzirkusse auf, lasst bärtig-grimmige Männer auf Leiterwagen die Erlösung von Krankheit verkünden, hüpft mit klingelnden Narrenkappen durch die Innenstädte – hey, das dürft ihr doch alles! Aber behauptet bitte nicht, dass das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hätte.

Aber nein, ihr wollt wissenschaftlich sein. Habt ihr denn gar keine Ehre im Leib, wie z.B. Natalie Grams, euch einfach einzugestehen, dass man ziemlich blöd war, das Offensichtliche nicht zu sehen? Kann jedem mal passieren. Habt ihr nie ein Buch über Wahrnehmungspsychologie gelesen? Ist euch nie aufgefallen, dass die Welt nicht funktionieren könnte, wenn sich widersprechende Naturgesetze gleichzeitig wirken sollten?

Macht was ihr wollt, schmort in eurer irren Denkhölle. Aber behauptet bitte nicht, dass das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hätte.

Inszeniert einen Homöopathietag und eine Nacht auf dem Brocken. Alles ok. Aber bitte, missbraucht nicht dauernd unser wunderbar zartes Pflänzchen der Erkenntnis, die Methode der Wissenschaft. Ihr gehört da nicht dazu. Haut ab. Ihr seid parasitär, euch interessiert Erkenntnis nicht, ihr wollt nur so tun, als ob. Weil ihr seit 200 Jahren glaubt, alles zu wissen. Ihr habt keine Demut vor dieser wunderbar komplexen Welt; ihr glaubt, dass wirres Denken und geistige Pfauenräder euch einen Zugang zu Herrschaftswissen verschaffen. Dürft ihr gerne. Aber behauptet bitte nicht, dass das irgendwas mit Wissenschaft zu tun hätte.

Ach ja, die “Argumente” in dem offenen Brief:

Homöopathie wirkt! Dabei ist die Frage des Placebo-Effekts nebensächlich, wie jeder gute Therapeut weiß.

Nach allen Studien in den letzten 200 Jahren wirkt sie eben nicht. Warum muss man so dreist lügen? Warum ist ein Therapeut gut, wenn er noch nicht mal Placebo mitnehmen will?

Wiederholte Umfragen unter Patienten zeigen,

Wiederholte Umfragen unter Zuschauern von Zaubervorstellungen zeigen, dass die Leute sich unterhalten fühlten.

Und damit tritt schließlich auch die Frage nach dem wissenschaftlichen Nachweis in den Hintergrund.

Natürlich. Solange man glaubt, lebt man ja auch noch, also ist Glaube der Weg zur Unsterblichkeit.

Die Weinerlichkeit ist schlimm:

Der neuerliche Angriff auf die Homöopathie – einem Therapieverfahren mit verfeinerten (potenzierten) Mitteln aus Pflanzen, Mineralien, Metallen oder anderen biologischen Grundstoffen, die regulierende Selbstheilungstendenzen zu verstärken – ähnelt einem dogmatischen Glaubenskrieg.

Himmel, macht doch was ihr wollt, geht zusammen auf einem Teppich fliegen, wunderbar. Aber sagt halt einfach nicht, dass so etwas Wissenschaft sei. Potenziert doch bitte mal die verbliebenen Latten an eurem Zaun. Man muss doch auch innerhalb des homöopathischen Denkgebäudes zu einer gewissen Konsistenz in der Lage sein, und nicht einen Konsens zwischen nass und trocken als “trass” verkaufen wollen. Steht halt endlich zu eurer Magie!

So richtig ätzend an euch Homöopathen ist übrigens das Vorgaukeln, den anderen verstehen zu wollen, während man nur die eigene Befindlichkeit mit dem Zucker der Machtausübung futtert. Das ist euer eigentliches Prinzip: Alles individuell, nichts quantifizierbar, nichts belegbar, die Deutungshohheit. Recht haben, wenn es gut ging. Sonst war das Krankenhaus schuld. Und immer kann man sich in der eigenen Größe suhlen, die leider, leider keiner quantifizieren kann, aber wissenschaftlich will man natürlich sein. Ihr seid Lügner und Betrüger, in denkfauler Selbstverliebtheit in den Spiegel starrend, und von Bigotterie muss man noch nicht mal anfangen zu sprechen, weil sie so offensichtlich ist. Ihr kleinen Könige, bei denen die Sonne immer nur aufgeht, weil zum Glück euer Wecker rechtzeitig klingelt.

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Kommentare

  1. Ich finde es übrigens total klasse, dass ein Arzt so engagiert ist, einen solchen Blog zu bertreiben. Jemand der sich Zeit nimmt! – Das kennt man sonst gar nicht im schulmedizinischen Bereich.

  2. Es ist absolut erfrischend und ermutigend, das hier so klar von einem Arzt zu lesen. Hochachtung für Ihren Mut, denn mein Hausarzt gesteht, dass er „gezwungen“ ist, mit den Homöopathen zusammenzuarbeiten, weil die Patienten es schließlich erwarten.

    Die Krux ist ja ein vermeintlich entscheidungstheoretisches Problem: Wenn es nicht schadet, nehme ich es im Zweifel lieber, vielleicht hilft es ja doch (analog Pascals Wette).

    Es ist eine Zumutung, dass meine (Privat-)Krankenversicherung diesen Unfug sogar noch mit meinen Beiträgen finanziert!

    Machen Sie bitte weiter so.

    • Herzlich Willkommen!

      Und vielen Dank für Ihren Zuspruch. Ja, wir machen weiter!

      Ich bin Gründungsmitglied im „Informations-Netzwerk Homöopathie“ (INH), das sich im Januar 2016 gegründet hat, um werbefreie Informationen über die Homöopathie zur Verfügung zu stellen.

      Wenn Sie weitere Informationen wünschen:
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/

      Wir arbeiten auch an einem Online-Lexikon zur Homöopathie („Homöopedia“). Die Texte dort sind quellenbasiert und umfangreich. Sie stehen auch Krankenkassen, Politikern und Journalisten zur Verfügung, außerdem jedem, der sich dafür interessiert. Die Homöopedia hat bereits einige veröffentlichte Artikel. Es werden noch viele weitere folgen. Allerdings bitte ich um etwas Geduld, da die Erstellung eines Lexikonartikels ein aufwändiges Unterfangen ist.
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Hom%C3%B6opedia:Startseite

      Auch in meiner Praxis fragen manche Patienten nach Homöopathie. Es ist so, dass etwa 80 % der Bevölkerung der Homöopathie wohlwollend und offen gegenüber steht und bereit ist, bei entsprechender Gelegenheit, Homöopathie anzuwenden.

      Aber nur 17 % der Bevölkerung weiß überhaupt, was Homöopathie ist! Es gibt also eine Gruppe von 63 %, die Homöopathie anwenden wollen, ohne zu wissen, um was es sich dabei handelt.

      Wir stehen dafür ein, diese 63 % über die Homöopathie aufzuklären. Ohne Sponsoring durch „Big Pharma“. Wir zahlen unsere Kosten selbst.

  3. Frage:
    Welches Problem haben Sie mit der Homöopathie, dass Sie via Internet die – Ihrer Ansicht nach – Wirkungslosigkeit der Präperate derart anprangern?

    Antwort:
    Es geht überhaupt nicht um meine persönlichen Probleme! Homöopathische Arzneimittel sind definitiv wirkungslos. Die Naturgesetze lassen eine Wirksamkeit der Präparate nicht zu. Das ist nicht „meine Ansicht“ – das ist gesichertes Wissen. Etwas ganz anderes ist die Wirksamkeit der Homöopathie als „therapeutisches Setting“, als „therapeutisches Schauspiel“. Dass man sich nach einem Besuch beim Homöopathen besser fühlen kann, bezweifelt niemand. Gefährlich kann es werden, wenn die „gefühlte Besserung“ nicht einer „tatsächlichen Besserung“ entspricht. Wer bei ernsthaften Erkrankungen auf Homöopathie setzt, geht ein außerordentlich hohes Gesundheitsrisiko ein. „Mein Problem“ ist, dass viele nicht wissen, was Homöopathie ist. Und deshalb kläre ich auf – werbefrei! Ich mache die Aufklärng kostenlos, aber hoffentlich nicht umsonst.

    Zur Information: https://www.hno-vahle.de/homoeopathie-in-kuerze/

    Frage:
    Im Focus steht der Patient, der frei entscheiden kann, ob er bei gesundheitlichen Problemen den Allgemeinmediziner oder den Homöopathen konsultiert. Sie können den Menschen schon zumuten, selbst Erfahrungen bezüglich der Wirksamkeit homöopathischer Präperate zu machen. Da steht Aussage gegen Aussage.

    Antwort:
    Richtig! Im Focus steht der Patient, der Mensch. Falsch! „Erfahrungen“ sind auch prinzipiell fehleranfällig. Will man gesichertes Wissen bekommen, muss man die individuellen Fehlermöglichkeiten beseitigen. Das macht man in Studien. Studien zeigen: Homöopathie wirkt nicht besser als Placebo. – Übrigens zu den Erfahrungen und der Möglichkeit, sich zu täuschen: Ich habe z. B. die Erfahrung gemacht, dass Kaninchen innerhalb weniger Sekunden in einem leeren Zylinderhut entstehen, wenn nur ein Zauberkünstler mit dem Stöckchen gegen den Hut schlägt und ein paar unverständliche Worte murmelt. Seit ich das gesehen habe, weiß ich, wie Kaninchen entstehen … Nein, man kann den Menschen nicht zumuten, selbst Erfahrungen zur Wirksamkeit homöopathischer Präparate zu machen. Man darf auch nicht vergessen, dass diese Erfahrungen in sich widersprüchlich sind. Jemand macht mal positive Erfahrungen, andere wieder negative. Wem soll man glauben? Dem, der den roten Hut aufhat? Da helfen nur Studien – siehe oben.

    Und was bedeutet schon „Aussage gegen Aussage“, wenn die eine Aussage eine nicht bewiesene und nicht beweisbare persönliche Solidaritätsadresse an die Homöopathie ist und die andere Aussage immer und immer wieder bestätigt worden ist?

    Frage:
    In der heutigen Medizin ist vieles möglich, aber lange nicht alles. Man sollte den alten Erfahrungen wenigstens Raum lassen, neben der Schulmedizin existieren zu können.

    Antwort:
    Richtig! In der Medizin ist vieles möglich, aber nicht alles. Nur: In der Homöopathie ist oberhalb eines ohnehin nicht zu vermeidenden Placeboeffektes nichts möglich! Warum also beide „nebeneinander“ bestehen lassen? Und: „Alte Erfahrungen“ sind nicht automatisch besser, bloß, weil sie alt sind.

    Lesen Sie mal bitte hier: https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/80-medizin-und-homoeopathie-warum-beides-nicht-geht
    oder hier:
    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/188-argument-homoeopathie-ist-altes-wissen

    Frage:
    Es sind etliche homöopathische Präperate vom Markt genommen worden, deren Wirkung nachgewiesen war. Aber sie waren günstig; eine wirtschaftliche Katastrophe, steckt doch die Pharmaindustrie Millionen in Forschung und Zulassung neuer, teurer Medikamente.
    Viele ihrer Kollegen haben erkannt, daß es mehr gibt als schwarz und weiß und haben die Homöopathie als Alternative zur Schulmedizin hinzugezogen. Klären Sie ihre Kollegen darüber auf, dass diese ihre Patienten mit wirkungslosen Zuckerkügelchen behandeln?
    Man kann mache Dinge nicht erklären, teils sind diese auch unlogisch, dann aber ist Akzeptanz gefragt. Solange es irgend jemanden gibt, der durch die Homöopathie Heilung erfährt, solange ist eine negative Pauschalisierung nicht gerechtfertigt.

    Antwort:
    Es gibt keine homöopathischen Mittel, deren Wirkung jemals nachgewiesen wurde. Wie ich bereits schrieb: Wirkungen von homöopathischen Arzneien widersprechen den Naturgesetzen. Lediglich die Politiker waren es, die dennoch die Homöopathie unter den Schutz des Gesetzes gestellt haben und erlaubt haben, dass Homöopathika ohne jeden Wirkungsnachweis verkauft werden dürfen. Man nennt das den „Binnenkonsens“. Wir halten das für einen Skandal! Auch Politiker – selbst, wenn sie von 100 % der Wähler gewählt würden, haben keine Macht, Naturgesetze zu ändern. Lesen Sie bitte hier:
    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/48-braucht-die-homoeopathie-eine-sonderstellung-im-arzneimittelgesetz

    Ihr Argument mit der Pharmalobby ist allerdings derart abgedroschen – und natürlich auch absolut falsch -, dass es sich kaum lohnt, darauf einzugehen:
    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/18-site/mythen-der-homoeopathie/79-mythos-10-die-kritiker-der-homoeopathie-sind-oftmals-von-der-pharmaindustrie-bezahlte-mediziner-und-wissenschafter
    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/2-uncategorised/32-die-wirkung-der-homoeopathie-wird-doch-nur-verschwiegen-weil-die-pharmaindustrie-angst-davor-hat

    Ihren Satz, wenn etwas unlogisch sei, dann sei Akzeptanz gefragt, kann man nun gar nicht akzeptieren! Warum sollte man Unlogik akzeptieren? Es ist total unlogisch, Wasser in einen Autotank zu füllen und zu glauben, man könne damit fahren. Seien Sie offen! Füllen Sie Wasser in Ihren Tank! Seien Sie doch nicht so verbohrt! Man muss auch mal akzeptieren, dass es einzelne Verirrte gibt, die glauben, man könne mit Wasser einen Motor am Laufen halten … Sehen Sie den Unsinn, den Sie geschrieben haben?

    Und ob ich Kollegen aufkläre, dass sie mit Zuckerkügelchen behandeln? Ja selbstverständlich! Ich bin Mitglied im „Informationsnetz Homöopathie“ – einzelne Links habe ich Ihnen schon genannt. Hier kommt jetzt die Adresse unserer Netzwerkseite. Sie können sich über fast alle Fragen informieren, die die Homöopathie betreffen. An dieser Stelle ist nicht genügend Platz dafür.

    https://www.netzwerk-homoeopathie.eu

  4. Ich habe bisher oft die Beobachtung gemacht, dass, wenn unter „Otto-Normal-Verbrauchern“ von „Naturheilkunde“ die Rede ist, wissenschaftliche (bspw. Phytotherapie) und unwissenschaftliche (bspw. Kinesiologie) Lehren miteinander unterschiedslos vermengt werden.
    Auch der Wikipedia-Artikel macht dieses Definitionsproblem deutlich:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Naturheilkunde

    Hinzu kommt der auch schwammig definierte Beruf des Heilpraktikers.
    So lässt sich dort in Theorie und Praxis auch wieder ein unkritisches Durcheinander von wissenschaftlich gesicherten, sowie pseudowissenschaftlichen Therapiemethoden beobachten.

    Meine Vermutung ist, dass die Homöopathie einen ungerechtfertigt guten Ruf vor allem durch diese Trittbrettfahrerei bei durchaus wirkungsvollen und im Einklang mit der Wissenschaft stehenden Disziplinen (ebenso das Verhältnis Traditionelle Chinesische Medizin und Phytoptherapie) erlangt hat.

    Es bleibt zu hoffen, dass in Zukunft auf allen Ebenen eine klarere Trennung von nachweisbar wirkungsvollen Verfahren und fantastischer Quacksalberei vorangetrieben wird und sich diese klarere Abgrenzung in den Köpfen der Menschen, aber auch in den Gesetzen und der theoretischen und praktischen Arbeit manch eines Arztes und Heilpraktikers niederschlägt.

    • Herzlich Willkommen,

      Sie haben völlig Recht: Homöopathie ist keine Naturheilkunde und keine Pflanzenheilkunde („Phytotherapie“). Diese Begriffe werden immer wieder verwechselt. Das „Informations-Netzwerk Homöopathie“ („INH“) (www.netzwerk-homoeopathie.eu) hat es sich zur Aufgabe gemacht, darüber zu informieren. Und gerade auch die Information über den Untschied zwischen Homöopathie und Naturheilkunde gehört zu dieser Information hinzu. Das kann nicht zu häufig erklärt werden.

      Vielen Dank für Ihre wertvollen Hinweise!

  5. Ach je. Sie sind ja missionarischer als Ihre Gegner. Sie würden nicht so argumentieren, wenn Sie der Homöopathie mal wenigstens die Chance gegeben hätten – und zwar nicht durch Befragung irgendwelcher interessegeleiteten Studien, sondern dort, wo Medizin sich zu bewähren hat: im Praxisalltag.

    In Frankreich z.B. spielt die H. in der HNO-Kunde eine ganz starke Rolle und wird nicht so radikalisiert wie in Ihrer Kollegenschaft. Dass Sie immer noch mit dem Totschlagargument Placebo kommen, zeigt, dass Sie sich nicht wirklich mit der Materie beschäftigt haben. Wenn Ihr Kind zum Beispiel mit voller Wucht gegen eine Glastür läuft, und Sie geben irgendein Mittel, wird es nichts bewirken. Gäben Sie allerdings Arnica, würden Sie vielleicht schon staunen, dass es kaum zu einer Beule kommt. Unzählige Beispiele könnte ich Ihnen darüber geben. Ebenfalls aus persönlicher Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass die eitrigen Mittelohrentzündungen meiner Kinder jedesmal mit Globuli innerhalb von zwei Tagen ausgeheilt waren bzw. bei rechtzeitiger Gabe gar nicht erst das hochinfektiöse Stadium erreichten. Dasselbe gilt für Laryngitis, die man hier mit Korstisontabletten stoppt. Wir haben in mehreren Fällen mit Spongia eine sofortige Abschwellung erreicht. (Und mit einem anderen Mittel, als obiges nicht zur Hand war, eben keine Wirkung.

    Ich bin übrigens kein homöopathischer Glaubenskrieger, sondern ein inzwischen überzeugter, ganz pragmatischer Anwender, der seine eigene anfänglich ablehnende Haltung durch Erfahrung revidiert hat. Mir ist es egal, dass Sie sich dem verschließen. Mir ist es aber nicht egal, dass Kinder durch solche Scheuklappen zu Antibiotikum-Patienten, manchmal sogar -Opfern werden

    Mit freundlichen Grüßen,
    Herr Hoff

    • Sehr geehrter Herr Hoff,
      vielen Dank für Ihren Kommentar, den ich nicht unbeantwortet lassen kann.

      Zunächst mal muss ich klarstellen, dass nicht wir – ich gehöre zum „Informationsnetzwerk Homöopathie“ (https://www.netzwerk-homoeopathie.eu) – missionieren, sondern es sind die Homöopathen, die für ihren Glauben missionieren – ja, Homöopathie ist eine Glaubensform. Wir vom INH klären lediglich darüber auf, um was es sich handelt, wenn von Homöopathie die Rede ist. Ihrem Kommentar entnehme ich, dass auch bei Ihnen ein großer Aufklärungsbedarf besteht.

      Ihre Vermutung, ich würde anders argumentieren, wenn ich Homöopathie mal ausprobiert hätte, ist nicht zutreffend. Wir sind hier auch schon beim Ihrem ersten Fehlschluss angekommen: Einzelfallbeobachtungen sind nämlich nicht in der Lage, die Wirksamkeit der Homöopathie zu belegen. Jemand, der ein Homöopathikum genommen hat, weiß, was nach der Einnahme passiert ist – weiß aber nicht, was ohne Einnahme passiert wäre. Das zu wissen, ist aber eine wesentliche Bedingung, wenn man Wirksamkeiten beurteilen will. Niemand streitet Ihnen Ihre Beobachtung und Ihre Erfahrungen ab. Aber Ihre Schlussfolgerung, dass zwischen der Einnahme von Homöopathika und Ihrem Heilungserleben ein ursächlicher Zusammenhang besteht, ist falsch. Dieser Fehlschluss hat auch einen Namen: „Post-hoc-ergo-propter-hoc-Fehlschluss“, auf deutsch „Danach-ist-deswegen-Fehlschluss“. Das bekannte Beispiel des Hahnes, der glaubt, er bewirke durch sein morgendliches Krähen den Aufgang der Sonne, erläutert anschaulich, worum es sich bei diesem Fehlschluss handelt.

      Wenn man wissen will, wie gut die Homöopathie wirkt, dann muss man wissen, wie hoch die Erfolgs- und Misserfolgsquoten sind und zwar jeweils für die beiden Situationen „Homöopathika wurden verabreicht“ und „Homöopathika wurden nicht verabreicht“. Dieses Wissen gewinnt man nur aus Studien. Es ist bezeichnend, dass Sie Studien ganz allgemein als „interessengeleitet“ bezeichnen und sie damit pauschal diffamieren, ohne sie zu kennen. Deshalb finden Sie hier etwas Genaueres über Studien und Wissenschaft:
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Oft_geh%C3%B6rte_Argumente_-_Allgemeines_%C3%BCber_klinische_Studien
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/21-aber-es-gibt-doch-studien-die-zeigen-dass-homoeopathie-wirkt
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/49-aber-es-gibt-doch-studien-die-zeigen-dass-homoeopathie-wirkt-2
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/24-aber-es-gibt-doch-mehr-als-natur-wissenschaft

      Es gibt übrigens sehr viele Fehlschlüsse, die eine Wirksamkeitsillusion der Homöopathie hervorrufen können. Lesen Sie bitte mehr zu logischen Fehlschlüssen:
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Logische_Fehlschl%C3%BCsse

      Dass Sie den Placebo-Effekt gering schätzen, zeigt uns jedoch sehr eindringlich, dass Sie es sind, der falsche Vorstellungen vom Placebo-Effekt hat. Da diese Frage so häufig gestellt wird (Sie sind nicht der einzige und nicht der erste, der Fragen zum Placebo-Effekt hat), haben wir diese Frage längst beantwortet. Bitte lesen Sie die verlinkten Texte.
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/226-was-ist-ein-placebo-und-was-ist-der-placeboeffekt
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/faq/16-placebo-effekt-bedeutet-doch-einbildung-oder
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Oft_geh%C3%B6rte_Argumente_-_Verbreitete_Vorstellungen_%C3%BCber_den_Placebo-Effekt

      Ihr Beispiel mit der Arnika-Behandlung bei Traumen ist ein gutes Beispiel für die Widersprüchlichkeit der Homöopathie. Homöopathika werden ja nach dem Ähnlichkeitsprinzip ausgewählt. Wenn Arnika bei einer Verletzung helfen soll, dann müsste das „Arzneimittelbild“ von Arnika beinhalten, dass die Gabe von Arnika bei Gesunden eine Verletzung hervorruft. Das ist aber nicht zutreffend. Arnika wird auch in unterschiedlichen Dosen angewendet: in „allopathischen“ und in „homöopathischen“ Dosen. Die Tatsache, dass beide „gleich gut“ wirken, bedeutet eben auch, dass beide „gleich schlecht“ wirken, nämlich genauso gut oder schlecht wie ein Placebo. Und es würde bedeuten, dass die „Allopathie“ (ein herabsetzender Begriff Hahnemanns) und die „Homöopathie“ gleich wirken würden – etwas, das Hahnemann strikt abgelehnt hat.

      Zum Thema Arnika lesen Sie bitte den verlinkten Text.
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/233-arnika-bei-bagatellverletzungen

      Der Arnika-Widerspruch ist aber nicht der einzige Widerspruch innerhalb der Homöopathie. Auch hier muss ich Sie bitten, den verlinkten Text zu lesen.
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/widersprueche

      Zum Schluss bedienen Sie auch noch das – Entschuldigung! – abgedroschene Falsch-Argument, dass die Gabe von Antibiotika die einzige Alternative sei zur Gabe von Homöopathika. Tatsache ist, dass in vielen Fällen weder die einen noch die anderen erforderlich sind. Zum Thema Antibiotika haben wir natürlich auch schon einiges zusammengetragen: Lesen Sie bitte die verlinkten Texte.
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/kurz-erklaert/132-argument-globuli-sind-eh-viel-besser-als-antibiotika
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Antibiotika

      Es freut mich, dass Sie an die Kinder denken. Wir tun das auch, kommen aber zu einem völlig anderen Ergebnis. Wir möchten gerade nicht, dass die Kinder auf Globuli konditioniert werden, also zu „Globuli-Junkies“ erzogen werden, die bei jedem Wehwehchen Globuli benötigen. Der Gipfel dieser Fehlentwicklung wird derzeit heftig in den sozialen Medien diskutiert: Es geht um einen Apotheker, der kranke Kinder mit homöopathischen Globuli und die gesunden Geschwisterkinder mit Placebo-Globuli behandelt wissen möchte, damit die gesunden Kinder nicht neidisch auf die kranken Geschwisterkinder schauen müssen. Dass unsere Aufklärungsarbeit bitter notwendig ist, sieht man unter anderem auch an solchen schwerwiegenden Fehlentwicklungen, die es nur geben kann, wenn es am Wissen zum Thema „Homöopathie“ fehlt.

      Warum wir uns so sehr um Aufklärung bemühen, können Sie beim Lesen dieses Textes erahnen:
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/neuigkeiten/229-homoeopathie-kann-unterlassene-hilfeleistung-sein

      Sehr geehrter Herr Hoff,
      Es ist in der wissenschaftlichen Gemeinschaft unstrittig, dass Homöopathika nicht wirken können und nicht wirken. Es ist aber auch unstrittig, dass es viele Menschen gibt, die sich nach einer homöopathischen Behandlung besser fühlen.

      Wir vom INH können beides erklären. Lesen Sie bitte auch meine kurze Zusammenfassung auf meiner eigenen Homepage. Ich möchte nicht alles mehrfach schreiben müssen.
      https://www.hno-vahle.de/homoeopathie-in-kuerze/

      Zum Schluss komme ich noch auf Ihr Argument zurück, dass die Homöopathie in Frankreich eine starke Rolle spiele. Meine Antwort: Wir arbeiten daran, dass das anders wird. Als positives Beispiel nennen wir Ihnen die USA, in der die Homöopathie nur eine untergeordnete Rolle spielt. In den USA werden nun strengere Regularien gefordert für die Abgabe von Homöopathika:
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/neuigkeiten/265-food-and-drug-administration-usa-neue-regularien-fuer-homoeopathische-mittel-angekuendigt

      Und wir nennen Ihnen Großbritannien, wo die Homöopathie nicht mehr vom staatlichen Gesundheitssystem bezahlt werden darf:
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/neuigkeiten/243-vereinigtes-koenigreich-keine-homoeopathie-mehr-im-gesundheitssystem

      Gern nenne ich Ihnen auch Australien. Der medizinische Forschungsbeirat des australischen Gesundheitsministeriums hat in einer Übersichtsarbeit festgestellt, dass es kein einziges Krankheitsbild gebe, für das eine homöopathische Behandlung als erwiesen gelten kann:
      https://www.nhmrc.gov.au/guidelines-publications/cam02

      Diese Arbeit ist von Homöopathen zwar gleich kritisiert worden; aber warum die Kritik an der Arbeit ungerechtfertigt ist, finden Sie hier:
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/standpunkte/225-stellungnahme-nhmrc

      Überhaupt ist über Reviews im Allgemeinen und speziell zum NHMRC einiges Wichtiges zu sagen:
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_%C3%9Cbersicht
      https://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_NHMRC_(2015)

      Und auch Russland steht auf der wissenschaftlichen Seite und stuft die Homöopathie als Pseudowissenschaft ein:
      https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/neuigkeiten/193-russland-stuft-homoeopathie-als-pseudowisseschaft-ein

      Sehr geehrter Herr Hoff,
      ich gehe davon aus, dass Sie nach dem Lesen meiner Antwort nicht mehr auf die absurde Idee verfallen, wir hätten uns nicht mit der Materie beschäftigt. Seien Sie sicher, dass wir mehr von Homöopathie verstehen als Sie.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Wolfgang Vahle

      • Lieber Herr Dr. Vahle,

        ich bin tief beeindruckt von der Art Ihrer immer sachlichen und freundlichen Kommunikation und Ihrem großen Wissen zum Thema.

        Ganz herzlichen Dank für diese umfassende und so informative Antwort, die man glatt schon als kleinen Artikel sehen kann. Bin ja auch ziemlich im Thema drin, aber diese tolle Zusammenfassung werde ich mir direkt mal speichern.

        Weiter so und beste Grüße
        Bettina F.

      • Wie man sieht, ist jede Frage und jede Hypothese zur Homöopathie längst beantwortet. Man muss das „nur“ zur Kenntnis nehmen. Das Problem der Homöopathie-Vertreter von der Art des Herrn Hoff ist massive kognitive Verweigerung, man kann es nicht anders bezeichnen.

        Ich darf vielleicht noch bescheiden beitragen, dass ich das Thema des Post hoc ergo propter hoc-Fehlschlusses bereits in Heinroths „Anti-Organon“ von 1825 erwähnt gefunden habe und ebenso in Literatur aus dem Beginn des 20. Jahrhunderts zur – damals ungelösten – Problematik des Wirksamkeitsnachweises von Pharmazeutika generell (die damals oft noch durch „Test am Kunden“ gelöst wurde). Diese uralt erkannten und in der modernen Pharmazie durch intensive Forschung gelösten Probleme sind den Vertretern der Homöopathie nicht einmal im Ansatz geläufig? Und das ist nur ein Beispiel in einer langen Liste von Widerlegungen.

        In der Tat sind die dogmatischen Homöopathieanhänger (gleichzeitig „offen“ und „dogmatisch“ zu sein ist ja auch eine Kunst) so was von gestern, dass sie oft noch hinter Hahnemanns Erkenntnisse und Überlegungen (so dumm war er nicht, wenn er auch mit der Homöopathie daneben lag) zurückfallen. Und das für Offenheit und Fortschrittlichkeit zu halten, erinnert mich an den schon zehnmal überrundeten Radrennfahrer, der nur, weil er ein Stück vor den anderen fährt, glaubt, er sei der erste im Rennen…
        Danke, Dr. Vahle, für die immerwährende Geduld!

  6. Wir brauchen Ärzte wie Sie, Herr Dr. Vahle, die sich die Zeit nehmen, mit großem Sachverstand Aufklärung zur Nichtwirksamkeit der Homöopathie zu leisten. Sie argumentieren sachlich und respektvoll. Am Besten gefiel mir Ihre Antwort an Herrn Hoff, die (fast) keine Fragen mehr offen lässt. Sehr hilfreich sind auch die verlinkten Seiten.

    Vielen Dank.

    Mattias S.

    • Herzlichen Dank für die positive Rückmeldung! Die aufklärende Arbeit werden wir nicht aus den Augen verlieren. Mein Dank gilt auch UdoE.

  7. Lieber Dr. Vahle,

    haben Sie vielen Dank für diesen aufklärenden Artikel zur Homöopathie und Ihr Engagement im Informationsnetzwerk Homöopathie. Neutrale und sachliche Aufklärung tut in dieser Sache wirklich Not, wie kürzlich die Kontroverse um einen Apotheker zeigt, der doch tatsächlich „Placebo-Globuli“ dafür anbietet, um Geschwisterkinder damit zu versorgen, damit sich diese nicht zurückgesetzt fühlen. In meinem Blog habe ich hier: https://onkelmichael.wordpress.com/2018/01/05/placebo-globuli-ein-erziehungsirrtum/ einen kurzen Artikel dazu geschrieben

    Bitte machen Sie auf jeden Fall so weiter, Ihre Patienten werden es Ihnen danken!

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Hinweis

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Wir möchten Sie jedoch bitten, keine individuellen Anfragen zu persönlichen Erkrankungen zu stellen. Eine individuelle ärztliche Beratung zu Ihrer Erkrankung können wir nicht in diesem Rahmen durchführen. Bei Fragen zu Ihren Erkrankungen fragen Sie bitte Ihren Arzt / HNO-Arzt oder vereinbaren einen Termin mit uns in der Praxis.