Fragen aus Foren: Chronische Mandelentzündung

In diversen Foren – hauptsächlich im Kidmed-Forum – sind mir schon viele Fragen zur HNO-Medizin gestellt worden. In Foren beantworte ich die Fragen unter dem Namen „wovapa“ (Wolfgang Vahle, Paderborn). In unregelmäßiger Folge werde ich einige Fragen und meine Antworten – bearbeitet und ergänzt – in dieser Kolumne veröffentlichen.

 

Frage (von einem Medizinstudenten):

Sie scheinen ein sehr fähiger HNO Arzt zu sein, deshalb mal einige Fragen, die mich beschäftigen und auf die ich keine eindeutige Antwort weiß.

Eine chronische Tonsillitis spricht nur sehr schlecht auf antibiotische Therapie an. Auch wenn wir mit modernen Chinolonen therapieren, ist der Effekt oftmals sehr verhalten. So müssten sich mit Moxifloxacin nahezu alle möglichen Keime einer solchen Infektion erfassen lassen, insbesondere werden auch anaerobe Keime zuverlässig erfasst. Trotzdem lässt sich eine chronische Tonsillitis damit allenfalls nur kurz aufhalten, oftmals ist die Detritusproduktion in den Krypten (damit meine ich keine Speisereste) unverändert hoch…

Meine Überlegung:

Die Bakterien vermehren sich im Detritus in den Tonsillenkrypten und sind der Antibiose so nicht ausreichend zugänglich.

Würde mich freuen, wenn Sie Ihre Überlegungen hierzu mitteilen könnten. Gibt es Antibiotika, mit denen Sie auch bei chronischen Infekten gute Erfolge erzielt haben? Welche Bakterien spielen erfahrungsgemäß – außer den A-Streptokokken – eine große Rolle bei genanntem Infektionsgeschehen (damit meine ich jetzt nicht die Prozentangaben aus Lehrbüchern, sondern ihre Erfahrungswerte…)

wovapa:
Ja, es stimmt: die chronische Tonsillitis ist antibiotisch de facto nicht zur Ausheilung zu bringen. Antibiotika sind sehr wirksam bei der akuten Tonsillitis, wozu letztendlich auch eine akute Verschlechterung (Exazerbation) einer chronischen Tonsillitis gehört.

Bei der akuten Tonsillitis spielen die Streptokokken immer noch die Hauptrolle – und bis heute sind noch keinerlei Resistenzentwicklungen gegenüber dem „einfachen“ Schmalspektrum-Penicillin (Penicillin V) beobachtet worden.

Sollte das „normale“ Penicillin V ausnahmsweise nicht den gewünschten Erfolg bringen (weil z. B. eine „Mischinfektion“ mit mehreren Keimsorten vorliegt), dann kann man umsteigen auf Amoxicillin (Breitspektrum-Penicillin) oder – z. B. bei einer Penicillinallergie – auf Makrolidantibiotika oder Cephalosporine. Sehr wertvoll ist auch das Clindamycin (es gehört zu den Lincosamiden): Es hat ein breites Spektrum und eine große Gewebegängigkeit; außerdem wirkt es auch gegen Anaerobier (also Fäulniserreger). Unter Clindamycin kann man meistens auf „Clont“®  verzichten. Wenn ich einen beginnenden Abszess (Peritonsillarabszess) sehe, behandle ich hochdosiert mit Clindamycin (2 oder 3 mal tgl. 600 mg) und gegen die Schmerzen Diclofenac oder Ibuprofen. Ich bestelle mir die Patienten täglich wieder ein, um einen reifen Peritonsillarabszess nicht zu übersehen (da es im „Spatium parapharyngium“ des Halses – Namen sind hier nicht so wichtig – keine queren Barrieren gibt, können Peritonsillarabszesse in das Mediastinum, also zwischen die beiden Lungenflügel, abrutschen. Eine „Mediastinitis“ verläuft in etwa der Hälfte der Fälle tödlich!). Meistens sehe ich aber bereits am nächsten Tag einen dramatischen Rückgang der Schwellung und der Rötung.

Abstriche von den Tonsillen nehme ich selten, da die Erreger- und Resistenzbestimmung Zeit braucht und die meisten Erreger auf die meisten Breitspektrumantibiotika ansprechen. Letztendlich sind Abstrichergebnisse immer mit etwas Vorsicht zu „händeln“: es gibt ja auch eine „physiologische Standortflora“. Irgendwelche Keime findet man also immer. Wenn die Patienten aber klinisch keine Entzündungszeichen bieten, dann werden sie möglicherweise durch das Abstrichergebnis verunsichert und wollen vielleicht eine unnötige (und dann auch unwirksame) Antibiotikumtherapie. (Wenn keine Entzündung vorliegt, dann kann unter Antibiotika auch keine Entzündung weggehen.) Nimmt man aber doch mal Abstriche, dann findet man neben den Streptokokken auch noch z. B. Hämophilus oder auch mal Anaerobier sowie Pilze (Candida).

In den tiefen Gängen der Mandeln (Krypten) sammeln sich natürlich geringen Mengen Speisereste an; diese sind bakteriell besiedelt. Von Seiten der Mandeln kommen noch Leuko- und Lymphozyten hinzu sowie abgeschilferte Epithelzellen. In diesen mit „Detritus“ angefüllten Krypten findet der Immunkontakt zwischen Körper und Außenwelt statt. Es gibt Autoren, die nennen die Mandeln deshalb „physiologische Wunden“. Regelmäßig werden die Krypten entleert, so dass sich neue Speisereste mit neuen Bakterien hereindrücken können und neue weiße Blutkörperchen die neuen Bakterien „kennenlernen“ können. Detritus allein, ohne weiter Beschwerden (Schmerzen, Krankheitsgefühl, Fieber) ist also keine Entzündung, sondern physiologisch und deshalb keine Operationsindikation (es gibt eventuell eine „soziale“ Indikation: wenn ich wegen des schlechten Mundgeruches keine sozialen Kontakte knüpfen kann, keinen Partner finde oder mein Partner mich zu verlassen droht, dann würde ich mir die Mandeln entfernen lassen, selbst, wenn sie gesund sind.

Bei einer chronischen Mandelentzündung aber sitzen die Bakterien so „tief“ im Gewebe der Tonsillen (in den Lymphfollikeln), dass man die Unwirksamkeit der antibiotischen Therapie einfach emotionslos feststellen muss! Und dann hilft nur noch eins: die operative Entfernung der Mandeln. Unterstellt man mal, dass die Amerikaner „irgendwie schon weiter sind als wir“, so muss man aber doch auch feststellen, dass selbst sie noch Mandeloperationen durchführen – also auch nicht im Besitz operationsvermeidender Medikamente sind.

Die chronische Tonsillitis führt zu häufigen Schüben akuter Entzündungen. Die in den Mandeln „wohnenden“ Bakterien können dann erstens auf der Schleimhautoberfläche auf- und absteigen, d. h. irgendwo in den Atemwegen zwischen Nasenspitze und letztem Lungenbläschen eine Entzündung verursachen; zweitens können sie über das Lymphgefäßsystem verschleppt werden und drittens auch über das Blutgefäßsystem. Letzteres ist besonders unangenehm, da dann überall im Körper Folgeentzündungen (Fokalgeschehen, Herdgeschehen) auftreten können: vom akuten rheumatischen Fieber über eine Regenbogenhautentzündung im Auge bis hin zur Glomerulonephritis (eine schwere Nierenentzündung) oder Myocarditis (Herzmuskelentzündung). Bei bevorstehender Nierentransplantation wird vom Transplantationszentrum immer ein „Tonsillenstatus“ verlangt und oftmals eine vorgeschaltete Mandeloperation zur Bedingung gemacht!

Eine chronische Mandelentzündung ist klinisch nicht sicher zu erkennen, d. h. es gibt kein „pathognomonisches“ Symptom („pathognomonisch“ nennt man Symptome, die nur bei einer einzigen Krankheit vorkommen und deshalb nicht mehrdeutig (wie z. B. Fieber), sondern eindeutig sind und sofort zur Diagnose führen). Auch der „Antistreptolysin-Titer“ (ASL oder AST – ein Laborwert, der bei Streptokokken-Infektionen ansteigt) beweist die chronische Mandelentzündung nicht! Das schwierigste ist deshalb die Diagnosestellung. Sie ergibt sich lediglich aus der Krankengeschichte (Anamnese): Bei häufigen Atemwegsinfekten muss man irgendwann unterstellen, dass diese „Infektserie“ Folge einer chronischen Mandelentzündung ist. Am Anfang einer Serie ist es jedoch unmöglich zu sagen, ob die ersten 3, 4 oder 5 akuten Infekte bereits zur Serie gehören oder ob es sich um unabhängige Einzelereignisse handelt. Vor einer OP muss man also erst mal ein wenig den Verlauf beobachten (was Zeit kostet); dabei darf man aber nicht mit Scheuklappen isoliert auf die akuten Mandelentzündungen schielen, sondern man muss schon alle Atemwegsinfekte im Blick haben! – Da sowieso etwa ein bis zwei „Grippewellen“ (nicht die echte Influenza-Grippe, sondern die „grippalen Infekte“, die „Erkältungen“) im Jahr auftreten, sehe ich in ein bis zwei jährlichen Atemwegsinfekten – auch wenn sie bakteriell sind! – ebenfalls noch keine OP-Indikation. Nach einer Mandel-OP muss man eben immer noch mit ein bis zwei Atemwegsinfekten im Jahr rechnen. Ich erkläre das meinen Patienten immer so: wenn man bei jeder „Grippewelle“ mitmacht, ist das immer ärgerlich, aber nie besorgniserregend. Besorgniserregend wird es dann, wenn alle Leute um mich herum gesund sind und ich trotzdem an einem Atemwegsinfekt erkranke – und das noch mehrfach und evtl. sogar regelmäßig! Dann sind die Mandeln „fällig“. Dann kann man auch mit Antibiotika nicht helfen, weil diese immer nur den laufenden Infekt beenden, aber niemals einen zukünftigen Infekt verhindern können! (Die einzige Möglichkeit, zukünftige Infekte fast sicher zu verhindern, sind Impfungen! Aber gegen eine chronische Mandelentzündung gibt es noch keine Impfung.)

Ich habe mal gehört, dass der Anteil der Mandeln am Immunsystem weniger als 1 % ausmachen solle. Es ist sicher eine Schätzung. Wie der genaue Wert ist, weiß ich nicht – und wie man das gemessen hat, weiß ich auch nicht! Aber der Wert ist sicher so, dass man um die OP-Indikationsstellung nicht jahrelang ringen muss. Bei vorliegendem Verdacht auf ein Fokalgeschehen (vielleicht sogar mit drohenden schweren Komplikationen) stelle ich die OP-Indikation sehr großzügig, selbst wenn ich nicht sicher bin, ob die Mandeln „wirklich“ chronisch krank sind: es ist in diesen Fällen viel schlimmer, kranke Mandeln nicht zu operieren als gesunde zu entfernen (Grundsatz: lieber falsch positiv als falsch negativ! Die Annahme des „worst case“ ist für die Sicherheit der Patienten die beste Strategie!)

Neben den HNO-ärztlichen Operationsgründen, gibt es noch kieferchirurgische Gründe, die Mandeln zu entfernen! Bei sehr großen Mandeln drücken diese die Zunge nach vorn und die Zunge dann die Zähne. Bei bestimmten Kieferverformungen fordern die Kieferorthopäden oftmals eine Mandel-OP, bevor sie anfangen, eine Klammer zu legen. Dann werden auch „gesunde“ Mandeln entfernt! (Kieferorthopäden lassen auch gesunde Zähne ziehen, wenn sie im Wege stehen!)

Ich glaube, das war’s…

 

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Kommentare

  1. Sehr geehrte Daniela,

    Grundsätzlich ist es aus der Ferne schwer, genaue Angaben zu Krankheiten bzw. Beschwerden zu machen.

    Die Rachenmandel (Adenoide, Polypen) ist ein Organ, das jedes Kind mit auf die Welt bringt. Erst in bzw. nach der Pubertät wird diese Rachenmandel „zurückgebaut“. Wenn Ihre sechsjährige Tochter noch keine Polypenoperation hatte, dann muss sie die Rachenmandel noch haben! Manchmal kann man die Polypen durch die Nase sehen, meistens jedoch nicht. Das „Nichtsehen“ bedeutet also nicht, dass Ihre Tochter keine Polypen hat, sondern nur, dass man sie von vorn durch die Nase nicht sehen kann! Wie gesagt: Wenn Ihre Tochter noch keine Polypen-OP hatte, dann muss sie diese Polypen (Rachenmandel, Adenoide) noch haben.

    Die Größe der (Gaumen-)Mandeln spielt – zumindest, was die Infekthäufigkeit angeht – eine untergeordnete Rolle. Große Mandeln können zu Atemproblemen führen, müssen es aber nicht.

    Bei häufigen Infekten muss man annehmen, dass die Kinder eine Infektionsquelle im Körper haben. Als Infektionsquelle in dem Alter Ihrer Tochter kommen überhaupt nur in Frage 1. die Rachenmandel oder 2. die Gaumenmandeln.

    Wenn eine Polypen-OP bei Ihrer Tochter noch nicht durchgeführt worden ist, dann wäre jetzt die Indikation zur Entfernung der Polypen (Adenotomie, AT) gegeben. Danach muss man abwarten und beobachten: Nimmt die Infekthäufigkeit ab oder nicht. Wenn ja, war die Rachenmandel offenbar die einzige Infektionsquelle. Wenn nein, ist es so gut wie sicher, dass die Gaumenmandeln auch noch Infektionsquellen sind. Wird es also nach einer AT nicht besser, müssen auch noch die Gaumenmandeln (Tonsillen) entfernt werden (Tonsillektomie, TE bzw. in Kombination mit einer Polypen-Nach-OP als Adeno-Tonsillektomie, ATE).

    Wenn bei Ihrer Tochter aber schon eine AT durchgeführt worden sein sollte, dann bleibt jetzt zur die kombinierte Polypen-Gaumenmandel-OP (Adeno-Tonsillektomie, ATE).

    Man kann sich natürlich auch bei der Erst-Operation zur Kombinations-OP „ATE“ entscheiden! Der Vorteil ist, dass man dann auf jeden Fall nur einmal operieren muss; eine Nach-OP ist dann nicht nötig. Der Nachteil ist, dass man vielleicht Mandeln herausnimmt, die man nicht hätte herausnehmen müssen. Und: Eine AT (ohne die Entfernung der Gaumenmandeln) kann ambulant durchgeführt werden, eine ATE (mit Entfernung der Gaumenmandeln) nur stationär! Beide Möglichkeiten bieten Vor- und Nachteile. Die letztendliche Vorgehensweise muss vor Ort entschieden werden, gemeinsam zwischen Ihnen und dem behandelnden HNO-Arzt.

    Sollte Ihre Tochter lediglich unter Atemproblemen leiden, nicht aber unter häufigen Atemwegsinfekten, dann wäre ebenfalls eine Polypenentfernung (AT) sinnvoll.

    Sollte Ihre Tochter lediglich unter Atemproblemen leiden, nicht aber unter häufigen Atemwegsinfekten und eine AT schon durchgeführt worden sein, dann kann man über eine Kombinations-OP im Sinne einer Polypen-Nach-OP (Re-AT) mit einer Mandelverkleinerung (Tonsillotomie, TT) nachdenken. Aber nur unter der Voraussetzung, dass keine erhöhte Infektrate vorliegt! Eine Verkleinerung von Mandeln ist nur sinnvoll, wenn die Mandeln ein Größenproblem darstellen. Die Verkleinerung einer Infektionsquelle hingegen ist Unsinn!

    Die Gabe eines Antibiotikums deutet darauf hin, dass ein bakterieller Infekt vorgelegen haben muss – besonders, wenn das Antibiotikum gewirkt hat.

    Ringelblumensalbe, Meersalznasenspray und ätherische Öle haben keine heilende Wirkung. Sie wirken lediglich symptomatisch (Befeuchtung der Atemwege). Ätherische Öle sind zudem mit äußerster Vorsicht zu verwenden! Es können durchaus erhebliche Reizungen der Atemwege auftreten – bei zu hohen Konzentrationen bis hin zum Stimmritzenkrampf!

    Antihistaminika sind sinnvoll bei allergischen Beschwerden. Antihistaminika lindern die Symptome der allergischen Beschwerden, heilen aber nicht. An der Größe von Mandeln oder Polypen ändern Antihistaminika ebenfalls nichts.

    Eine mehrfache Laserbestrahlung der Mandeln wird weder bei Atemproblemen noch bei häufigen Atemwegsinfekten einen Gewinn bringen. Ich sehe keine Indikation einer derartigen Behandlung.

    Etwas anderes ist es, wenn man die Mandeln herausnimmt oder verkleinert: Diese Operationen können mit einem Laser durchgeführt werden. Das ist dann aber eine OP – und zwar eine einzige! Keine sechsmalige Anwendung einer Laserbestrahlung! Der Laser wird bei der OP als „Messer aus Licht“ verwendet. Ich selbst bevorzuge für die TE und die TT das Coblationsverfahren. Dieses Verfahren steht aber (leider) nicht überall zur Verfügung.

    • Herzlich Willkommen!

      Man kann.

      Andererseits: Amoxicillin ist ein Breitspektrum-Penicillin und Penicillin ist ein Schmalspektrum-Penicillin. Entweder man reagiert auf alle Penicilline allergisch: Dann verträgt man weder Amoxicillin noch Penicillin. Oder man reagiert nicht allergisch: Dann verträgt man beide.

      Die Wirkung des Amoxicillins ist allerdings breiter als die des Penicillins (breites Sprektrum vs. schmales Spektrum). Warum also austauschen?

      Bei Problemen mit Infekten und Antibiotikatherapien empfehle ich dringend die Vorstellung beim behandelnden Arzt. Im Internet lassen sich zwar Fragen beantworten, aber keine gesundheitlichen Probleme lösen!

  2. Vielen lieben Dank fuer die schnelle Antwort 🙂
    Das Problem ist, dass mein Mann Soldat ist und in Rheine stationiert…er dürfe nur dort zum Arzt und dafür müsste er 260 Kilometer fahren. Außerhalb der Kaserne kann er nur im KH behandelt werden, aber die dürfen keine Rezepte mehr ausstellen. Er hat gestern eine Amoxicillin genommen, davon haben wir leider nur noch eine…aber noch eine ganze Packung Penicillin…deshalb die Frage, ob man wechseln kann…es geht ihm nicht so gut und er schafft es nicht die lange Strecke zu fahren

    • Okay. Dann muss man sagen, dass ein Schmalspektrum-Antibiotikum besser ist als gar kein Antibiotikum – vorausgesetzt, es liegt eine bakterielle Infektion mit einem empfindlichen (und nicht resistenten) Keim vor. Andernfalls bitte mit dem Truppenarzt in Verbindung setzen!

  3. Sehr geehrter Herr Dr. Vahle, in Kürze habe ich einen Termin für eine Mandel-OP, möchte aber vorher gerne nochmals eine Zweitmeinung von einem breit erfahrenen Profi wie Ihnen erfragen: Ich hatte ich der Kindheit zahlreiche schwere Mandelentzündungen,“durfte“ aber meine Mandeln behalten; sie sind klein uns sehr zerklüftet. Ich bin stets sehr anfällig für HNO-Infekte gewesen; die meisten Infekte waren aber viraler Natur. Nach einigen Jahren relativer Ruhe habe ich seit knapp 5 Jahren wieder eine hohe Infektrate. Bevor ich nun demnächst „unters Messer“ komme: Meinen Sie, dass das nun gerechtfertigt ist? Oder soll man es nochmals mit anderen Antibiotika probieren? Habe ich nach der OP „meine Ruhe“, sprich: wird sich mein HNO-Infektgeschehen insgesamt verbessern? Diese dauernden schweren Infekte sind für mich und meine Familie auch persönlich sehr belastend, denn jedesmal falle ich beruflich ca. eine Woche und sportlich mindestens 2 Wochen aus. Herzlichen Dank bereits an dieser Stelle für Ihren sehr freundlichen und wertvollen Service!

    • Bei Ihrer Krankheitsgeschichte hätte ich keine Bedenken, die Mandelentfernung durchzuführen! Worauf wollen Sie warten? Chronisch kranke Mandeln kann man nicht medikamentös „heilen“ – die Entfernung ist die einzige Möglichkeit, die Bakterien in den Mandeln loszuwerden.

      Nun gut – kein Mensch kann in die Zukunft schauen. Ärzte auch nicht. Aber das erwarten Sie sicher auch nicht.

      Zweitens: neben körpereigenen Infektionsquellen (chronisch kranke Mandeln!) gibt es auch noch körperfremde Infektionsquellen (nämlich unsere lieben Mitmenschen), an denen Sie sich „anstecken“ können. Es ist völlig klar: Nur körpereigene Infektionsquellen kann man operativ entfernen… Und das wiederum bedeutet, dass durch die Mandeloperation die Infekthäufigkeit erheblich gesenkt wird – aber natürlich nicht auf „null“! Niemand kommt infektfrei durch sein ganzes Leben! Das Ziel der Mandelentfernung ist also nicht, die Infekthäufigkeit „auf null“ zu senken, sondern „nur“ erheblich zu senken!

      Drittens: Selbst, wenn Sie aus anderen Gründen häufige Infekte hätten (was ich kaum annehme) und Ihre Mandeln wider Erwarten gesund wären: Die Mandeln haben weniger als 1 % Gewichtsanteil am Abwehrsystem. Den Verlust von gesunden Mandeln würden Sie nicht wahrnehmen.

      Und wenn man auch nicht hundertprozentig sicher sein kann, welche Entscheidung die richtigere ist (100 % Sicherheit kann es gar nicht geben!), so kann man aber sehr wohl sagen, welche Entscheidung die schlechtere wäre! Es wäre in jedem Fall schlechter, kranke Mandeln fälschlicherweise nicht zu operieren und zu belassen als gesunde Mandeln fälschlicherweise zu entfernen.

      Ich hoffe, die Entscheidung zur Operation fällt Ihnen nun leichter!

  4. Sehr geehrter Herr Vahle,
    mein Bruder ist 33 Jahre alt und lebt in Kroatien. Leider ist auch in Kroatien die medizinische Versorgung eher mangelhaft, daher wende auch ich mich mit meiner Frage an Sie: mein Bruder hatte in seiner Kindheit sehr oft Mandelentzündungen, hoch Fieber und Grippe gehabt, man hat ihm aber damals die Mandeln nicht entfernt.

    Seitdem er erwachsen ist, ist er nicht mehr so oft krank, was den HNO-Bereich betrifft. Aber er hat jetzt seit ca. 3 Jahren Urin in Blut. Unsere Hausärztin hat ihm empfohlen, die Mandeln entfernen zu lassen. Der HNO-Arzt aber meinte, es bestehe keine Notwendigkeit; seine Mandeln seien in Ordnung.

    Ich habe im vorherigen Beitrag gelesen – lieber gesunde Mandel entfernen lassen als kranke fälschlicherweise nicht zu operieren… Würden Sie das auch in Fall meines Bruders empfehlen?

    Über ihren Antwort würden wir uns sehr freuen!

    • Herzlich willkommen,

      Der Grundsatz: Lieber gesunde Mandeln entfernen, als kranke zu belassen, ist eine Entscheidungshilfe, auf die ich nicht verzichten möchte.

      Das kann aber nicht heißen, dass man mit der Diagnostik nachlässig sein darf!

      Chronisch kranke Mandeln können zu Nierenerkrankungen führen. Das ist aber selten! Viel häufiger sind Nierenerkrankungen aus anderen Ursachen. Wenn die Mandeln nicht verantwortlich dafür sind, dass Blut im Urin nachweisbar ist, dann würde eine Mandelentfernung natürlich auch nicht die Lösung des Problems darstellen! Ich kann von hier aus weder sagen, dass die Hausärztin Recht hat mit ihrer Einschätzung, die Mandeln seien krank – noch kann ich sagen, dass der HNO-Kollege Recht hat mit seiner Einschätzung die Mandeln seien gesund.

      Wichtig ist, dass zuverlässig abgeklärt wird, woher das Blut kommt, das im Urin sichtbar wird! Als erstes muss Ihr Bruder nephrologisch und urologisch untersucht werden! Ich nehme an, dass sich aus diesen Untersuchungen zwanglos die Behandlung ergibt und dass Ihr Bruder dann wahrscheinlich seine Mandeln behalten darf!

  5. Sehr geehrter Herr Dr Vahle,

    Ich bin mittlerweile 21 Jahre alt und leide seit Grundschulalter ständig an Mandelentzündungen. In besonders schlimmen Monaten war ich gerade mit einem Kurs Antibiotika fertig geworden und bekam die nächste Mandelentzündung eine Woche später. Ich glaube, in den letzten 10 Jahren bin ich gut um die 40 – 50mal mit Angina diagnostiziert worden.

    Ich bin dann vor 3 Jahren nach Kairo gezogen und die Antibiotika, die mir dort verschrieben wurden, waren um einiges wirkungsvoller und stärker als die gängigen Präparate, die in Österreich verschrieben werden. Seitdem ich wieder in Europa lebe, helfen die Antibiotika hier überhaupt nicht mehr.

    Da ich seit meiner Kindheit wegen diesen elenden Mandeln laufend „auf Antibiotika“ bin, ist mein Immunsystem vermutlich generell ziemlich geschwächt und seit Jahren bitte ich daher meine HNO-Ärztin, mir die Mandeln zu entfernen. Sie meint jedoch immer, dass ich unter chronischer Mandelentzündung leide und daher bei einer Entfernung der Mandeln genauso häufig Seitenstrangangina bekommen werde und diese noch viel schlimmer als eine normale Mandelentzündung sei und nicht so gut behandelt werden könne. Aus diesem Grund, sagt sie, solle ich unter keinen Umständen meine Mandeln entfernen.

    Ich denke, jeder weiß, wie schmerzvoll eine Mandelentzündung ist, aber wenn man sie wie ich alle paar Wochen bekommt, dann erreicht der Schmerz wirklich ungeahnte Level. Was würden Sie in diesem Fall empfehlen? Mandeln entfernen scheint ja leider ausgeschlossen zu sein, aber gibt es vielleicht eine handelsunüblichen Antibiotika-Sorte, der meine Angina ein für alle Mal ausrotten könnte?

    Viele Grüße

    Julia

    • Sehr geehrte Julia,

      Ich denke, ich verstoße nicht gegen das Verbot einer Fernbehandlung per Internet, wenn ich Ihren Fall zum Anlass nehme und hier ein paar allgemeine Statements schreibe.

      Erstens: Eine chronische Mandelentzündung kann man nur auf eine einzige Art und Weise behandeln: Die Mandeln müssen entfernt werden! Die Meinung Ihrer HNO-Ärztin, die Mandeln könnten wegen der chronischen Mandelentzündung nicht entfernt werden, ist derartig abstrus, dass mir fast die Worte fehlen! Ich habe große Mühe, sachlich zu bleiben, aber mit „Evidence based medicine“ hat die Aussage Ihrer HNO-Ärztin nicht das geringste zu tun!

      Eine akute Mandelentzündung bleibt nie lokal auf die Mandeln beschränkt. Sie ist immer mit einer kompletten Entzündung der gesamten Rachenschleimhaut und auch der Seitenstränge verbunden: Zwischen Mandeln, Schleimhaut und Seitensträngen gibt es keine „Landesgrenzen“ mit Schlagbaum und Zöllner! Die Bakterien breiten sich lokal einfach aus! Insofern müsste man eine akute Mandelentzündung nicht einfach nur „akute Tonsillitis“ nennen, sondern eigentlich „akute Tonsillo-Pharyngitis“ – in dem Wort Pharyngitis kommt zum Ausdruck, dass der gesamte „Pharynx“ (= Rachen) ebenfalls mit entzündet ist.

      Wenn die Mandeln entfernt sind, dann kann eine „Tonsillitis“ nicht mehr auftreten. Dann reduziert sich jede „Tonsillo-Pharyngitis“ zur einer einfachen „Pharyngitis“. Und die Rachen- und Seitenstrangentzündungen sind keineswegs heftiger als die Mandelentzündungen, sondern um Größenordnungen schwächer! So viele Bakterien, wie sie in entzündeten Mandeln zu finden sind, können in der Rachenschleimhaut und den Seitensträngen gar nicht vorkommen!

      Zweitens: Wenn man die Mandeln entfernt, dann entfernt man eine körpereigene Infektionsquelle. Damit ist eine erhebliche Reduktion der „Keimlast“ verbunden. Das Abwehrsystem leidet keineswegs unter der Entfernung der Mandeln! Die Abwehrkraft der Mandeln ist bei der immensen Häufigkeit Ihrer Entzündungs-Episoden ohnehin gar nicht mehr vorhanden (sonst hätten Sie ja seltenere Infekte)! Aber nach der OP wird ein großer Teil Ihres Abwehrsystems wieder „frei“, weil die Keimzahl dann erheblich reduziert sein wird!

      Was man allerdings deutlich sagen muss: Die Infekthäufigkeit wird nicht auf „Null“ reduziert werden können! Abgesehen davon, dass es niemals ein „Nullrisiko“ geben kann, entfernt man bei der OP nur eine körpereigene Infektquelle – aber nicht die körperfremden! Sie können sich nach wie vor bei allen anderen kranken Menschen anstecken …

      Kleiner Exkurs: Manche Leute legen, wenn sie verreisen, mal 150 Euro offen sichtbar an die Garderobe. Wenn mal ein Einbrecher kommt, dann kann er sich das Geld nehmen und muss nicht die Wohnung verwüsten. Das ist ein „Deal“, der vielleicht sogar funktionieren könnte. Wenn ein Dieb keine Beute findet, könnte er aus Frustration die Wohnung verwüsten …

      Aber die Einstellung, die ich Ihren Befürchtungen und den Äußerungen Ihrer HNO-Ärztin entnehme, ähnelt dem Prinzip „Brandschutz mit Hilfe von Benzin“! Es ist ja klar: Wenn das Feuer kommt, dann will es etwas verbrennen (wie der Dieb, der etwas klauen will)! Wenn nichts Brennbares in der Nähe ist, brennt es – „hungrig“ und „frustriert“ wie es ist! – das Haus nieder. Wenn man aber eine offene Wanne, randvoll mit Benzin gefüllt, in die Garderobe stellt und das Feuer kommt, dann bekommt das Feuer ja, was es will! Dann kann es das Benzin verbrennen und muss nicht das ganze Haus niederfackeln! Logisch oder?

      Na ja, so hat es Ihre Ärztin gesagt: Wenn die Entzündung kommt und die Mandeln sind noch da, dann geht die Entzündung quasi „in die Mandeln“. Sind die Mandeln aber weg, dann muss die Entzündung – aus Frustration! – ja notgedrungen „in die Schleimhaut“ und „in die Seitenstränge“ gehen! – Infektschutz mit Hilfe vollkommen verseuchter und randvoll mit Bakterien bestückter Mandeln ist so wie Brandschutz mit Hilfe einer randvoll mit Benzin gefüllten Wanne!

      Ich bin völlig fassungslos bei so viel Unverstand!

      Sie haben jetzt „alle paar Tage“ eine heftige akute Entzündung Ihrer Mandeln und Rachenschleimhäute einschließlich der Seitenstränge. Und nach der Entfernung der Mandeln werden Sie vielleicht durchschnittlich ein- bis zwei Mal pro Jahr (während der sog. „Grippewellen“) eine leichte Entzündung der Rachenschleimhäute bekommen, die von ihrer Heftigkeit in keiner Weise mit den früheren Mandelentzündungen verglichen werden können!

      Bis zur OP werden Sie vermutlich noch weitere Antibiotikatherapien benötigen (je nachdem, wann der OP-Termin sein wird). Warum Antibiotika mal wirken und dann auch mal wieder nicht wirken, finden Sie in folgendem Artikel!

      Also:
      Lassen Sie auf jeden Fall Ihre Mandeln entfernen! Auch im Hinblick auf die möglichen Folgeerkrankungen einer chronischen Mandelentzündung kann ich nur immer wieder klar stellen: Es ist viel schlechter, kranke Mandeln zu belassen als evtl. gesunde Mandeln zu operieren! Und dass Ihre Mandeln gesund sind, halte ich für ausgeschlossen!

      Und wenn Sie in Österreich keinen Operateur finden sollten, dann steigen Sie in den Flieger und kommen zu uns!

  6. Hallo Hr. Dr. Vahle,

    alles so gut erklärt, vielen Dank.

    Ich habe eine Frage zum Thema „Diagnostik“.

    Ist eine chronische Mandelentzündung im Mund-/Rachenraum immer erkennbar oder sieht der Mund-/Rachenraum auch zwischen den durch die chronische Mandeltentzündung entstehende akute Mandelentzündungen gesund aus.
    Also anders gesagt, sieht bei einer chronischen Mandelentzündung der Mund/Rachenraum immer ungesund aus?

    Gute Frage ist auch: Gibt es bilder vom gesunden Rachen, etc.? Man findet nur Bilder im Net mit Befall 🙂

    Vielen Dank
    und weiter so.
    Anton

    • Hallo!

      Sie haben eine sehr gute und wichtige Frage gestellt! Die etwas ernüchternde Antwort ist, dass man eine chronische Mandelentzündung nicht durch einen Blick auf die Mandeln zuverlässig erkennen oder ausschließen kann. Eine akute Mandelentzündung erkennt man am Eiter auf den Mandeln und in den Mandelgängen. Wenn eine akute Mandelentzündung nicht vorliegt, sieht man äußerlich keinen Eiter – obwohl vielleicht die Mandeln bereits chronisch krank sind! Das „gute Aussehen“ der Mandeln bedeutet nicht, dass die Mandeln gesund sein müssen!

      Mein Wahlspruch lautet: Mandeln werden nicht operiert, wenn sie hässlich sind und sie werden nicht erhalten, wenn sie hübsch sind. Mandeln werden operiert, wenn sie krank sind und sie werden erhalten, wenn sie gesund sind!

      Kranke Mandeln machen Menschen krank! Gesunde Mandeln erhalten Menschen gesund. (Es geht in diesem Beispiel natürlich nur um die Atemwegsinfekte!)

      Wenn Menschen häufige Atemwegsinfekte haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Mandeln krank sind – auch, wenn sie „gut“ oder „unauffällig“ aussehen.

  7. Hallo Herr Dr. Vahle,

    vielen Dank. Alles verstanden, weil wieder so gut erklärt. 🙂

    Eine Frage stelle ich mir aber noch: Es wird geschrieben, dass bei der chronischen Mandelentzündung beim Hochdrückden der Mandel von unten nach oben ein trübes Sekret oder Eiter herausfließen KANN. Oder eher immer rausfließt?

    Wenn es immer herausfließt, dann wäre das ein eindeutiges Indiz für die chronische Mandelentzündung.

    Zusammengefasst:
    Fließt immer bei einer chronischen Mandelentzündung beim Hochdrücken etwas (meine damit nicht die Mandelsteine) heraus?

    Vielen Dank
    Anton

    • Hallo Anton,

      Nein, man kann bei einer chronischen Mandelentzündung nicht immer etwas aus der Mandel drücken.

      In der täglichen HNO-Praxis spielt dieser „Test“ auch keine Rolle. Als HNO-Operateur habe ich schon einige Male erlebt, dass bei der operativen Mandelentfernung sich Sekrete aus dem Mandelinneren drücken. Aber da sind die Patienten ja auch in Narkose! Bei den meisten Mandeloperationen drückt sich jedoch kein Sekret aus den Mandeln heraus!

      Und umgekehrt ist es keineswegs sicher, dass jemand, bei dem man etwas aus den Mandeln herausdrücken könnte, überhaupt Beschwerden mit den Mandeln hat.

      Der „Test“ ist ungeeignet, weil ein positives Testergebnis (es kommt Sekret heraus) in einem unbekannten prozentualen Anteil „falsch positiv“ ist (es liegt trotzdem keine Krankheit vor) und ein negativer Test (es kommt kein Sekret heraus) in einem unbekannten prozentualen Anteil „falsch negativ“ ist (es liegt dennoch eine Krankheit vor). Der Test wäre also nicht zu gebrauchen und deshalb ist er erst gar kein Test…

  8. Hallo Hr. Dr. Vahle,

    vielen Dank für Ihre Antwort.

    Echt ein nicht einfaches Thema bzgl. der Diagnostik. Kenne schon ähnliches von Bekannten und Verwandten bzgl. Borheliose. Da ist die Diagnostik auch sehr schwer.

    Man würde sich wünschen, so ein Gerät, was der Pille beim Raumschiff Enterprise hatte. Das Super Diagnostik Gerät 🙂

    Also Fazit zur chronischer Mandelentzündung ist der, wenn ich es alles richtig verstanden habe, man kann es nur Anhand der „größeren“ Anzahl der Erkrankungen im HNO-Bereich abschätzen, aber auch nicht eindeutig sagen.
    Abstriche, ASL,…. bringen bei der chronischen weniger oder eher garnichts?

    Gruß Anton

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